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Die Klarheit nach der Ohnmacht - Coronazeiten

Ihr habt ja vielleicht meine Ohnmachts-Reihe gelesen und nun, 12 Wochen später, kommt die Klarheit. 

Viele Tage, viele Nächte. Viel hin und her, hadern, Wut, Traurigkeit, Ruhe, Bewusst sein, Gartenarbeit, Essen und so weiter.

Die ersten 4 Wochen waren hart, vor allem nach dem eine Schließung nach der anderen kam. Und nach Woche 7/8 merkte ich plötzlich, etwas hat sich verändert. Es fühlt sich alles leicht an. Innerhalb meines Business habe ich nochmal umstrukturiert, Entscheidungen getroffen die für eine erfolgreiche Zukunft Sinn machen und die ich nur jetzt klar erkennen konnte, weil ich vorher mit zu vielen anderen Dingen beschäftigt war. Neben diesen ganzen Dingen, ist die Familie sehr stark in den Vordergrund gerückt und wir haben gemerkt, es ist leichter, wir sind ein Team, kommen wunderbar aus, gestalten den Tag so wie wir es für richtig halten.

 

Nochmal zurück zur Klarheit: 

sie resultiert dann, wenn ich oder vielmehr wir als Familie uns mit uns, unseren Werten und Vorstellungen von der Welt auseinandersetzen. Wenn wir uns auch mal nicht gut fühlen, die Kacke am Dampfen ist, jeden Tag geheult wird und so weiter. Im nächsten Schritt, nach dem wir durch die Scheiße gegangen sind, rein Gefühlstechnisch, haben wir angefangen es loszulassen und es anzunehmen. Es zu integrieren. 

Damit zu leben und zu merken, eigentlich ist doch alles gut. Wir verbringen Zeit miteinander, sehen uns zu, hören uns zu. Sind aufmerksamer und haben Zeit zu erklären. Es ist eine sehr sensible Zeit, aber letztendlich sind unsere Kinder immer sensibel, sie sind Fühl-Wesen, ihnen ist am Ende Egal ob wir ein Drama aus der ganzen Sache machen, das Drama wird ja nur übertragen auf das Kind, das heißt, wenn du dich nicht gut fühlst, meckerst, der Situation nicht standhalten kannst, dann merkt das natürlich dein Kind. Was aber wenn du entspannt bist? Dann gibt es auch für dein Kind wenig Grund in der Aufregung zu sein etc.

 

Es hat gut 5 Wochen gedauert, bis ich meine berufliche Situation und diese unfassbare Ungewissheit annehmen konnte. Aber nun ist zu Hause alles entspannt. Ich darf ja auch wieder arbeiten, seit ein paar Tagen und das beruhigt mich. Bewegt aber auch wieder was auf anderer Ebene. Und letztendlich ist ja Bewegung erstmal überhaupt nichts schlechtes, ganz im Gegenteil, es bedeutet du bist im Flow. Gedanken sollten wir uns machen, wenn es stagniert, denn Stagnation macht Krankheit. 

 

Was ist nun also die Klarheit? Unser Sohn ist knapp 5 Jahre alt und sein letztes Kindergartenjahr steht vor der Tür.

Laut Plan des Kultusministerium soll es ab 01.08. wieder im Regelbetrieb weitergehen. Vorher gibt es noch andere Lockerungen die aber erstmal ausgearbeitet werden müssen.

Wir haben uns dazu entschieden, unseren Sohn für das letzte Kindergartenjahr zu Hause zu lassen und ihn selbst zu versorgen/betreuen und Co. Seine Kumpels/Freunde wird er natürlich weiterhin sehen.

Fakt ist aber, so wie es vorher war, war da viel schwere, denn stellenweise habe ich meinen Sohn nur einmal pro Arbeitswoche Nachmittags gesehen, da ich sonst, in meinen  Business nur Abends gebraucht werde! Also ist die Regelbetreuungszeit (9-16 Uhr)für uns eigentlich keine Lösung. Nun können wir den Tag frei gestalten, denn ab Sommer 2021 geht es eh in die Schule und darum kommen wir wohl nicht drumherum.

 

Und wer weiß schon was bis dahin noch alles passiert? Wir sind im Flow!

 

Welche Erkenntnisse gab es denn für euch innerhalb der Coronazeit? Nur schlecht und nervig oder auch ein stück weit positiv?

Lasst mal hören!

 

 

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